Reiten mit Kürbissen

Editorial

Gott sei Dank, haben wir zu wenig Mitarbeiter!

Ob für den TC, für das Musikteam, oder in der Seniorenarbeit: Gebete um Mitarbeiter sind unsere stetigen Begleiter. Aber warum stört und belastet und das manchmal? Dazu ein paar Gedanken:

 

Wir wissen es und Jesus hat es uns in Matthäus 9, 37/38 längst vorausgesagt: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.

 

Diese Aussage zeigt uns, was uns im Gemeindebau erwarten wird: Stets zu wenig Mitarbeiter. Im Gemeindebau werden wir also immer um Ressourcen kämpfen müssen.

 

Doch Matthäus zeigt uns an dieser Stelle noch etwas anderes: Es ist eine Art Messlatte, eine Richtschnur, die uns zeigen kann, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Denn nur eine Gemeinde, die den Auftrag Gottes - Menschen das Evangelium zu verkünden - ernst nimmt, wird sich über zu wenig Mitarbeiter beklagen müssen. Stellen wir uns beispielsweise vor, wir hätten der Idee einer Integrations-Arbeit nicht zugestimmt: Was interessieren uns die Fremden und Flüchtlinge? Dann hätten wir für das Welcome keine Mitarbeiter gebraucht. TC-Arbeit? Den Teens etwas Wertvolles auf den Weg mitgeben? Wer braucht denn so was? Das streichen wir. Ein Pfarrer mit seinem Lobpreisteam? Wozu? Kann man alles aus dem Internet direkt auf die Leinwand streamen. Da sparen wir nicht nur Manpower, sondern auch noch Geld…! Würden wir so denken, den Blick auf das Erntefeld, auf den Auftrag unseres wunderbaren HERRN aus den Augen verlieren, ja wir hätten mit Bestimmtheit genügend Mitarbeiter. Aber wozu?

 

Ich bin Gott unendlich dankbar, fehlt es bei uns an allen Ecken und Kanten an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Insbesondere deshalb, weil schon so viele von uns in irgendeiner Art und Weise und manchmal mehrfach mithelfen, mitdenken, mittragen. Danke Euch! Danke Herr Jesus!

 

Jesu‘ Prophezeiung zeigt auch, dass Jesus unsere Sorgen ganz genau kennt und er auch gleich eine Lösung parat hat: Betet! Betet für Mitarbeiter!

 

Ja, betet! Wir beten jeden zweiten Dienstagabend gemeinsam als Kirche: Für Mitarbeiter, für Mitmenschen, für das Miteinander. Für Dich und für mich. Alles wird von Gott gehört, vieles wird sichtbar umgesetzt, kein Wort fällt auf den Boden. An kaum einem anderen Ort werde ich regelmässig so von Gott beschenkt. Es lohnt sich und Du bist herzlich eingeladen, am Abenteuer „Gebet“ teilzunehmen… nicht nur für Mitarbeiter 😊.

 

Cyrill Schneider

Gemeindeleiter